Presseberichte
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| 4.5.2004, Märkische Allgemeine Zeitung |
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Hier lag viel Warmes in der LuftStehende Ovationen in der Marienkirche für deutsch-niederländische MusikerBelzig. Stehende Ovationen eines Publikums, das sich so deutlich einig ist, gerade etwas Großartiges erlebt zu haben, sind für Bühnenkünstler vermutlich schönster Lohn. Dieses Gefühl nahmen die beiden Amateurorchester aus Potsdam und dem niederländischen Apeldoorn am vergangenen Samstag mit aus der Belziger St.-Marien-Kirche, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Das Sinfoniekonzert der diesjährigen musikalischen Saison mit "Het Vie" und dem "Collegium musicum" war nicht nur ein Erfolg, sondern das, was man neudeutsch als "Event" bezeichnet.Weil so viel mehr stattfand als die bloße Umsetzung vor langer Zeit geschriebener Zeichen. Das "menschelte" nur so zwischen den beiden Orchestern, ihren Dirigenten und dem Publikum. Nichts zu spüren von seriös-professuineller Steifheit, die klassische Konzerte schnell mal an sich haben. Unkompliziert wechselten die Musiker Stühle und Notenständer und die Dirigenten das Pult. Hier lag viel Warmes in der Luft, viel Lust am Musizieren und Lockerheit in schwungvoller Interpretation, ohne Abstriche an präziser Ausführung zuzulassen. Kaum zu glauben, dass hinter den Noten Amateurmusiker saßen. Doch vielleicht lag es auch an letzterem, dass sich die Musiker vor allem die beiden Konzertleiter Dick Verhoef und Knut Andreas selbst nicht zu ernst nahmen und mit humorvollem Respekt sich selbst und den jeweils anderen präsentierten. Die endgültige Sympathie des Publikums gewannen die beiden im letzten Stück bei dem Versuch, ihre beiden Orchester und die moderne Komposition "reminESzenzen.nl" aus der Feder Andreas´ gemeinsam zu dirigieren. Die beiden hatten jede Menge Spaß und die Musiker alle Mühe, sich das Lachen zu verkneifen und konzentriert zu bleiben. Fabelhaft oder "geweldig", wie der Holländer sagt, war auch die niederländische Sopranistin Mies Jansen-Arends, die mit ihrer erfahrenen, voluminösen Stimme für einen triumphalen Konzertauftakt sorgte. Auch sie, die vermutlich mühelos große Konzertsäle gewinnen könnte, wirkt im Alltag nicht als Sängerin, sondern als Hausärztin. Die große Zuneigung des Belziger Publikums aber galt der Harfenistin Ulrike von Meier. Neben den Dirigenten die einzige Profimusikerin, rührte sie mit Rodrigos berühmten "Concierto de Aranjuez" sicher und virtuos Saiten wie Herzen. |
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