Presseberichte

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8.4.2004, Märkische Allgemeine Zeitung

Programm der Sommerkonzerte in St. Marien ist gewachsen

13 Aufführungen bis Erntedank

BELZIG. Mit einem gewachsenen Programm will die evangelische Kirchengemeinde von St. Marien in ihrer bevorstehenden Sommerkonzertreihe aufwarten und dem großen Publikumserfolg des Vorjahres entsprechen. Wie Kantor Philipp Göbel kürzlich mitteilte, erwarten 13 Aufführungen zwischen Ostern und dem Erntedank ihre Zuhörer. Orgel- und Ensemblekonzerte wechseln dabei einander ab. "Außerdem wird es mehr Chorkonzerte geben, da sie im vergangenen Jahr besonders viel Zuspruch hatten", so Göbel.
Sinfonisch und in internationaler Besetzung geht es nach dem Konzert von "Meier´s Clan" am Ostermontag dann am 1. Mai weiter. Die Musiker des Collegium Musicum aus Potsdam und ihre niederländischen Kollegen vom Simfonie-Orkest "Het Vie" samt Harfenistin Ulrike von Meier aus Rotterdam und Sopranistin Mies Jansen bringen Werke von Rodrigo, Näther und Mahler zu Gehör.
Folgerichtig steht am 31. Mai das erste Orgelkonzert auf dem Spielplan. "Durch den Wind" haben "Keimzeit" Saxophonist Ralf Benschu und Kantororganist Jens Goldhardt aus Sondershausen ihr musikalisches Programm überschrieben, ein poetischer Wink auf den "Atem", der Orgel wie Saxophon ihre Melodien entlockt. Höhepunkt der Aufführungsreihe ist am 12. Juni zweifelsohne das jährliche Kantoreikonzert. Der Kirchenchor von St. Marien singt drei Stücke über den bekannten Text ". . . also hat Gott die Welt geliebt . . ." aus dem Johannes-Evangelium, der mehrere Komponisten zur Feder greifen ließ. Darunter Melchior Frank und Heinrich Schütz, die dazu Motetten hinterließen und nicht zuletzt Johann Sebastian Bach, der sich von dem Bibeltext zu einer Kantate inspirieren ließ, die kraftvoll und lebendig wirkt und einen anspruchsvollen Chorpart sowie Solopartien für Sopran und Bass, gesungen von Maren und José López de Vergara, bereithält. Der etwa 20-minütigen Darbietung geht ein Konzert für Oboe, Violine und Orchester voran. Begleitet werden die Sänger und Instrumentalsolisten von der "cappella accademia" Leipzig, die Leitung hat Philipp Göbel.
Aus der sächsischen Messestadt kommt auch der Organist David Timm, dessen Orgelimprovisationen am 26. Juni ihre Zuhörer finden werden. Bereits eine Woche später singt Bariton Gotthold Schwarz in der Marienkirche Lieder und Kantaten des 17. und 18. Jahrhunderts, begleitet von ebenso namhaften Musikern auf zeitgenössischen Instrumenten.
Am 30. Juli ist der tschechische Organist Frantisek Vanicek in Belzig zu Gast. Ein Chor aus Litauen lässt am 22. August Kirchenlieder vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart erklingen. Am Abend desselben Tages laden die Belziger Turmbläser unter Leitung von Thea Labes zur Abendserenade an die Burgzisterne. Die letzten drei Konzerte bestreiten neben dem Kantor selbst zwei Musikerinnen aus Belzig, wie Philipp Göbel nicht ohne Stolz vermerkt. Am 4. September zieht Irmela Roelcke, nicht nur als virtuose Organistin, sondern auch als Klavierlehrerin in der Kur- und Kreisstadt bekannt und beliebt, die Register der Papenius-Orgel nach den Noten von Cecile Chaminade, Mozart und Bach. Neu-Belzigerin ist auch die Percussionistin Gabriele Kostas, die am 18. September zu Klangreisen auf Schlaginstrumenten aus aller Welt einlädt. Mit einem festlichen Orgelkonzert zum Erntedank beschließt Philipp Göbel am 2. Oktober die diesjährige Konzertreihe.
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