Presseberichte

2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 | 2000 | 1999

28.7.2004, Märkische Allgemeine Zeitung

Äpfel, Blümelein und Instrumente

Collegium musicum Potsdam lädt zu Kinderkonzert mit Prokofjews "Peter und der Wolf" ein

Mit einem Konzert für Kinder eröffent das Collegium musicum Potsdam im September seine fünfte Spielzeit unter dem Dirigat von Knut Andreas. Auf dem Programm steht am 19. September im Bethlehem-Kirchsaal zunächst ein von Andreas in diesem Sommer komponiertes Stück "Von Äpfeln, Blümelein und Instrumenten", in dem Kinder aufgefordert sind, bekannte Kinderlieder zu entdecken. Danach erklingt "Peter und der Wolf", das musikalische Märchen von Sergej Prokofjew, in dem jeder Figur ein eigenes Orchesterinstrument zugeordnet ist. Zur Geschichte von Peter und dem Wolf haben Kinder des evangelischen Gemeindekindergartens Babelsberg und der Waldorfschule phantasievolle Bilder gemalt, die zum Konzertwochenende im Foyer des Bethlehemkirchsaals ausgestellt werden sollen.
Knut Andreas übernahm im Jahr 1999 die künstlerische Leitung des Orchesters. Seither entwickelte sich aus einem kleinen Streicher-Ensemble ein Klangkörper mit über 50 aktiven Laien- und Profimusikern, der nun neben kammermusikalischen auch sinfonische Werke erarbeitet. Andreas begann mit der Erweiterung des Repertoires um zeitgenössische Musik, hinzu kamen gemeinsame Projekte mit Chören des Landes Brandenburg. Von der Zusammenarbeit zeugt auch eine CD, die als Live-Mitschnitt der Aufführung des Magnificat von John Rutter im November 2002 entstande. Ein weiterer Höhepunkt für das Collegium war die Aufführung des Werkes reminESzenzen, das Andreas dem Orchester gewissermaßen auf den Leib schrieb. Gut besuchte Konzerte und das stetige Anwachsen des Orchesters sind Resultat und Beleg kontinuierlicher Arbeit. Seit Beginn des Jahres steht der Schlagzeuger des Berliner Sinfonie Orchesters Dirk Wucherpfennig bei der musikalischen Arbeit an der Seite Knut Andreas´. Im Frühjahr absolvierte das Collegium musicum in Potsdam, Belzig und Apeldoorn (Niederlande) gemeinsame Konzerte mit dem niederländischen Orchester Symfonieorkest Het Vie.
Mit seiner Arbeit setzt der gerade 25-jährige Dirigent die lange Tradition des 1945 von Hans Chemin-Petit gegründeten Orchesters fort. Seine musikalische Ausbildung begann Andreas, der 1979 in Potsdam geboren ist, mit neun Jahren an der Potsdamer Musikschule, wo er zunächst Violine, Viola und Klavier erlernte. Einige Jahre wirkte er im Jugendsinfonieorchester und im gemischten Chor der Musikschule sowie im Orchester der Universität mit. Mit seinem 1995 gegründeten Humboldt-Quartett errang er den 1. Preis beim Wettbewerb Schulen musizieren. Nach dem Lehramtsstudium für Musik und Deutsch 2002 an der Universität Potsdam - die musikpädagogische Abschlussprüfung erfolgte im Fach Fagott und im Nebenfach Dirigieren - nahm er eine Stelle als Referent des Generalmusikdirektors der Neubrandenburger Philharmonie an und erweiterte nebenbei seine musikwissenschaftlichen Studien an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig und der Universität Potsdam. Erste Veröffentlichungen folgten - neben der Herausgabe von Streichquartetten des Amerikaners George Chadwick veröffentlichte Knut Andreas 2002 einen Artikel zum Leben, Werk und der Rezeption des Komponisten Paul Graener (1872-1944) in der Enzyklopädie "Die Musik in Geschichte und Gegenwart". Seine nun in Potsdam begonnene Promotion wendet sich wieder dem Dirigieren zu. V.O.
zurück
mit freundlicher Unterstützung der Netzhaus AG