Presseberichte
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| 29.4.2004, Märkische Allgemeine Zeitung |
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"Musikalisches Quartett"Deutsch-Niederländisches Sinfoniekonzert mit Familie von MeierBELZIG.Wenn Sonnabend in der St.-Marien-Kirche der Taktstock für das deutsch-niederländische Sinfoniekonzert gehoben wird, sitzt im Orchesterblock konzentriert hinter Noten und Instrumenten auch die Belziger Familie von Meier. Und zwar komplett in deutsch-niederländischer Besetzung. Ein seltener Fall, seit Renate und Alexander von Meier samt Tochter Beatrix 1997 die Niederlande verließen, wo sie nach sechsjährigem Südafrika-Aufenthalt fast 25 Jahre gelebt hatten. Nach der Wende zog es Vater Alexander, der in Guben geboren wurde und in Jüterbog zur Schule ging, ins Brandenburgische zurück. Die ältere Tochter Ulrike, noch in Pretoria geboren, und als Solo- und Orchesterharfenistin die einzige Profimusikerin der Familie, blieb im Land der Polder und Deiche. Die drei Zurückgekehrten fanden beim Potsdamer Amateurorchester "Collegium musicum" musikalischen Anschluss.Renate von Meier, die in Belzig als Heilpraktikerin wirkt und selbst mit Blockflöte und Klarinette in einer musikalischen Familie aufwuchs, spielt hier das zweite Fagott. Tochter Beatrix, in Berlin als Tierärztin tätig, ist Querflötistin. Vater Alexander, Akustiker im Ruhestand, bläst Posaune. Letzterer ist noch in drei weiteren Orchestern, darunter in der Brandenburgischen Bigband vertreten. Nicht zu vergessen die Belziger Turmbläser, mit denen Alexander von Meier jeden Sonnabend vom Kirchturm zu hören ist. Eine Leidenschaft, zu der er erst mit 58 Jahren fand. "Die Posaune ist ein einfaches, logisches Instrument, das neben der Musikalität auch viel körperlichen Einsatz braucht", beschreibt von Meier die späte Herausforderung. "Man benötigt viel Luft und kann auch viel rauslassen."Anders als beim Klavier und seinen engsten Verwandten, Cembalo und Spinett, die er von Kindesbeinen an spielte. Hausmusik hat bei den von Meiers in allen Landen stets eine wichtige Rolle gespielt. Immer gab es den familiären Musikkreis, und bis heute wird mindestens einmal im Jahr ein Hauskonzertabend mit 40 bis 50 Musik liebenden Gästen veranstaltet, wo auch viel Raum für Spontaneität und Improvisation bleibt. Klar, dass auch die Töchter früh hinter Notenblättern standen, oder - wie Ulrike - saßen. Die Eltern erinnern sich heute noch an den leichten Schreck, mit dem sie die Musikschule in Nieuw Vennep bei Den Haag verließen, wo sich ihre Große beim Tag der offenen Tür unwiderruflich in die Harfe verliebt hatte. "Das größte, schwerste und teuerste Instrument", stöhnten sie und - investierten. Wie richtig dies war, wissen heute nicht nur die Eltern, sondern auch ein international begeistertes Publikum. Am meisten freut sich Alexander von Meier am Sonnabend vielleicht auch deshalb auf das bekannte "Concierto de Aranjuez" des Spaniers Joaquín Rodrigo, ursprünglich für Gitarre und Orchester komponiert und 1973 für Soloharfe bearbeitet. So richtig zusammen kommt das Familienquartett aber erst im Konzertfinale, wenn die humoristischen "reminESzenzen.nl" von Knut Andreas erklingen. |
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