Presseberichte
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| 30.11.2004, Märkische Allgemeine Zeitung |
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Wie soll ich dich empfangenAdventskonzert mit Collegium musicumKeine leichte Wahl hatte man bei dem musikalischen Angebot zum ersten Adventssonntag, das allein fast alle Kirchen von Eiche bis Babelsberg zu gleicher Anfangszeit mit vorweihnachtlichen Musiken verbanden. In der Friedrichskirche Babelsberg traf der ökumenische Chor der katholischen und evangelischen Gemeinde unter Christian Deichstetter mit dem bald 60 Jahre bestehenden Potsdamer Laienorchester - dem "Collegium musicum" - unter Knut Andreas im Wechsel mit Sonja Ehmenhöfer zusammen.Dass die Kirche schon weit vor Beginn zum Bersten gefüllt war und Anstehende abgewiesen wurden, lag sicher auch an der großen Schar aktiver Sänger und Instrumentalisten, die erfahrungsgemäß mit Familie, Freunden und Sympathisanten für ausreichend Publikum sorgen. Adventlich begann der Chor mit "Machet die Tore weit" vom frühbarocken Meister Andreas Hammerschmidt, um gleich ganz weihnachtlich zu werden. Die Altarie aus dem ersten Teil des bachschen Weihnachtsoratorium "Bereite dich Zion" mit dem anschließenden Choral "Wie soll ich dich empfangen" zeigte die stimmlich gut disponierte Anne Kraus und einen stimmigen Chorklang. Die Streicher neigten zu unsauberer Intonation, was auch in den folgenden Sätzen zu bemängeln war. Intensive Registerproben sind zu empfehlen, denn erst wenn die Streicher je Stimme untereinander rein klingen, wird es auch im Zusammenspiel besser. Starken Eindruck hinterließ der Junge Hornist Jonas Finke, der in der Hornromanze von Camille Saint-Saens dem Instrument wohlklingende, volle Töne entlockte. Es folgte ein buntes Potpourie adventlich-weihnachtlicher Chorsätze von sehr früher Musik des Guillaume Dufay über Michael Praetorius und Georg Friedrich Händel bis Jürgen Essl, Erst Pepping und Thomaskantor Rudolf Mauersberger. Mit dem Allegretto des Concerto grosso "Palladio" von Karl Jenkins landete das Collegium musicum noch einen besonderen Hit, der begeistert aufgenommen wurde. Lieder im Wechsel von Chor und Zuhörer zu singen, verstärkte den Eindruck einer nicht ausschließlich der Perfektion verpflichteten guten Hausmusik. |
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