Presseberichte
2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 | 2000 | 1999
| 31.3.2005, Märkische Allgemeine Zeitung |
|---|
Generalüberholung im Blick Konzertreihe 2005 steht ganz im Zeichen der Papenius-OrgelBELZIG Das Osterfest als Höhepunkt im Kirchenzyklus war auch in diesem Jahr Anlass für die evangelische Gemeinde von St. Marien, die Konzertsaison zu eröffnen. Die Veranstaltungsreihe 2005 steht ganz im Zeichen der Papenius-Orgel. Diesmal jedoch nicht allein unter musikalischem Aspekt, sondern auch zweckorientiert.Das Instrument, das Ende der 70er-Jahre aus einer einsturzgefährdeten Kirche im Harz geborgen, restauriert und in der Belziger St.-Marien-Kirche wieder aufgebaut wurde, bedarf nun einer Generalüberholung. "Die Orgel muss komplett auseinander genommen und gereinigt werden", erklärt Kantor Philipp Göbel. Zudem hätten zu DDR-Zeiten verschiedene Original-Materialien nicht zur Verfügung gestanden, weshalb bei der Spielbarmachung des Instruments einige technische Veränderungen - beispielsweise an den Pfeifenklappen - vorgenommen worden seien. "Man könnte nun überlegen, ob man die Orgel wieder in den Originalzustand zurückführt", so der Kantor. Die Künstler spielen in diesem Jahr für ein symbolisches Honorar, jede gekaufte Karte ist ein Beitrag zur Restaurierung. In bewährter Manier wechseln auch in diesem Jahr Chor- und Orgelkonzerte einander ab. Letztere werden jedoch kaum als Solo-Auftritte, sondern meist zu zweit bestritten. So gastieren am 4. Juni Sarah und Thomas Herzer, Organisten an der Wittenberger Schlosskirche, mit Werken von Prätorius, Scheid, Böhm u. a. Bereits einen Monat später dürfen sich die Belziger auf ein musikalisches Wiedersehen mit dem amerikanischen Organistenpaar Mary Murrell und Quentin Faulkner freuen. Philipp Göbel und Cembalist Andreas Hetze aus Berlin bilden das Orgelduo Nummer drei und spielen zum Altstadtfest in der Bricciuskirche am 27. August Werke von Gabrieli, Pasquini und Händel. Eine zweite Chance erhält Organist Oliver Stechbart aus Mühlhausen am 1. Oktober. Sein angekündigtes Konzert im Vorjahr musste wegen Krankheit ausfallen. Auch seine Frau ist Musikerin, ließ sich bislang allerdings nicht zum Duett überreden. Auch die Chorkonzerte lassen Vorfreude zu. Am 21. Mai gastieren die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben mit eigenem Orchester und Bach-Motetten. Für die zahlreichen jungen Sänger werden übrigens noch private Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Wer einen oder besser zwei der Musiker beherbergen würde, kann sich bei Kantor Philipp Göbel, Tel.(03 38 41) 44805, melden. Am 18. Juni steht das Chorkonzert der Belziger Kantorei mit Motetten von Bruckner und Reger sowie einem Sprechgesang von Carl Orff auf dem Programm, die ausnahmsweise in der Wiesenburger St.-Marien-Kirche zu hören sind. Der Chor wird von der Belziger Organistin Irmela Roelcke begleitet. Ein Großteil der Sänger steht auch am 21. August - diesmal in St. Marien zu Belzig - auf der Chortreppe, wenn unter dem Dirigat von Thea Labes mit dem Requiem in d-Moll von Carl-Gottlieb Reißiger die Burgfestwoche festlich eröffnet wird. Ein Festkonzert der Kantoreien Belzig und Lehnin sowie der Kantoreien des Kirchenkreises mit der Bach-Kantate "Ihr Tore zu Zion" und Anton Diabellis Messe in C-Dur gibt es anlässlich des Kreiskirchentages, der am 18. September in Belzig abgehalten wird. Das Programm beginnt jedoch zunächst mit dem Auftritt des Kinderchores und einer spielerischen Reise für Kinder durch das Orchester und seine Instrumente. Nach dem überwältigenden Erfolg ihres Sinfoniekonzerts mit dem niederländischen Partnerorchester Het Vie gastiert auch das Potsdamer Laienorchester Collegium Musicum am 11. Juni erneut mit einem sinfonischen Repertoire. Die Konzertreihe endet am 1. Advent mit dem Weihnachtsoratorium des französischen Komponisten Camille Saint-Saens und Werken von Claude Debussy und Antonio Vivaldi. Es singen die Kantorei sowie namhafte Solisten, die Solo-Harfe spielt Ulrike von Meier. |
zurück |